Bundesjugendvergleichsfliegen 2018 in Paderborn-Haxterberg- Rückblick

Erlebt und aufgeschrieben von Horst Mücklich und Richard Müller

Zu Beginn unseres Berichtes möchte ich unserem „Jungflieger“ Richard Müller zum Erwerb der Segelfluglizenz ganz herzlich gratulieren.
Er hatte am 27.10.2018 die praktische Prüfung auf dem Flugplatz in Pirna erfolgreich absolviert.
Die Aeroteamer wünschen allzeit eine Handbreit Luft ums Flugzeug, „Hammerbärte“ und stets eine sichere Punktlandung.


Das 34. Bundesjugendvergleichsfliegen fand dieses Jahr am Wochenende vom 20.-23. September in Paderborn-Haxterberg statt. Durch den zweiten Platz im Landeswettbewerb hatte sich Richard für diesen zentralen Wettkampf der Luftsportjugend qualifiziert. Donnerstag Mittag setzte sich die Karawane in Bewegung, Wettkämpfer Richard Müller mit seinem Fluglehrer Horst Mücklich am Steuer, die ASK23 am Haken.
Dank an die stillen Helfer Dieter, Markus und nicht zu vergessen, Schubi.

Schon unterwegs erfuhr ich, das wir nur eine kleine Biege über „Leipsch“ drehen müssten, um einen Fliegerkumpel aus Taucha abzuholen. Die Positionsmeldungen der Beiden flogen über WhatsApp, in Real time, nur so hin und her. Das Navi murmelte etwas von 650 km bis Paderborn und die Ankunftszeit ca. 19:00 Uhr. Der Wetterbericht aus dem Radio klang für dieses Wochenende nach Kälte, (Wahnsinn , in diesem Jahrhundertsommer!), starkem Wind und Regen.

Eine Horrorvorstellung: Etwa 1400 km Gesamtfahrt und dann durchfroren auf dem Flugplatz zwischen den Regenpfützen rumspringen, kein Startfenster in Sicht!
Aber alles im grünen Bereich.

Paderborn-Haxterberg erwartete uns mit Anmeldung, diversen Unterschriften, die vom Abtreten des Rechts auf das eigene Bild bis zum Verzicht auf den Genuss von „branntweinhaltigen“ Getränken reichten.
 
 
Der Wettkampf begann am Freitag mit den Einweisungsstarts der 45 Piloten. Schon bei diesem Einweisungsstart wehte ein straffer Wind mit 15 bis 20 Knoten. Da außerdem der nahe gelegen Verkehrsflugplatz Paderborn, mit großen lauten Düsenjets im Anflug, nachhaltig auf sich aufmerksam machte, musste beim Windenstart mit Höhenbegrenzung (ca. 330 m AGL) und der nachfolgenden Platzrunde, der Vorhalt und die Eckpunkte exakt „erflogen“ werden.
Keine leichte Aufgabe und ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag, wo der Wind noch etwas stärker wurde. Danach konnte nach Belieben auf den eigenen Flugzeugen trainiert werden. Richard absolvierte noch zwei Starts auf der ASK23, mit gutem Ergebnis.
Abschließend gab es das abendliche Eröffungsbriefing für Wettkämpfer und Fluglehrer. Was soll man schreiben?
Same procedure as every year!
 
Der Samstag begann verdammt früh. Hab ich so noch nicht erlebt!

4:40 Uhr aufstehen (bin Rentner!?), 5:00 Uhr Abfahrt, 5:30 Uhr Hänger geöffnet und im Handylicht, dank Taschenlampen-APP, die ASK aufgerüstet.
 
 
Warum so früh?
Die Schlechtwetterfront drohte und das Kampfziel lautete: drei Durchgänge mit je 45 Teilnehmern.

Wer alte Zeiten kennt, weiß, was es heißt, an einem Tag ca. 150 Windenstarts hinzulegen. Lange vorbei!

Dazu gehört Einsatzwille der Flieger und Helfer sowie reibungslos funktionierende Technik

Des Rätsels Lösung tauchte auf einem Tieflader auf.
Eine Mehrtrommelwinde mit 6 oder vielleicht auch 8 Seilen. So genau weiß ich das nicht mehr.
Aber mächtig gewaltig, Egon! (Zitat)
 
 
Bei nicht ganz einfachen Wind- und Wetterbedingungen verlief der Wettkampf reibungslos.
Der Wind frischte auf, bis 25 Knoten. Vorteile hatten die Segler mit niedriger Anfluggeschwindigkeit.
Wenn sie nicht vor das Feld „plumpsten“, konnten sie während der Landung faktisch am Nuller Feld aussteigen! :-))

Pausenlos ging ein Start nach dem anderen raus.
Die gesamte Mannschaft aus Sachsen (FP Großrüwa, FP Taucha, FP Klix) half bei der Startabfertigung, beim Zurückschleppen, und traf sich von Zeit zu Zeit unter dem Anglerschirm als kollektivbildende Maßnahme.
 
 
Am Abend, gegen 18:00 Uhr waren rund 150 Starts im Sack, drei Disziplinen für jeden und die Regenfront war ran.
Alles richtig gemacht.
Deshalb gab es für Richard nicht mehr die Chance, mit einem Theorieteil seinen Platz eventuell noch zu verbessern.

Sonntag Siegerehrung:

Das Team Sachsen wurde 12.

Die sächsischen Piloten erreichten in der Einzelwertung:

44. Platz ( Nick Schönbach )
19. Platz ( Richard Müller
6. Platz ( Alex Mut ).
 
 
Die Heimreise war stürmisch, Sintflut auf der Autobahn, Stürzende Bäume in den Nachrichten, aber am Abend waren wir wohlbehalten in Klix.

Fazit:
Erlebnisreiche Tage, die Mädchen und Jungen konnten „netzwerken“, die Alten schwelgten in Erinnerungen, anspruchsvolles Wetter, toller Sport, tolle selbständige Jungflieger, guter Nachweis einer guten Ausbildung!

Danke an Alle, die dazu beitragen.
 
 
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Letzte Aktualisierung: 09.12.2018