Die Libelle hat ein neues Zuhause

Da hängt sie nun, „unsere“ Libelle, in Duderstadt in der Techniksammlung von Professor Hans Georg Näder.
Sie ist in Gemeinschaft mit neuen und alten, auch ganz alten Autos. Ganz langsamen und auch ganz schnellen. Umgeben von verschieden Motorrädern, alten Motorrollern und alten Zapfsäulen von der Route 66. Sie schwebt zukünftig über einer Motoryacht und einem Amphibienfahrzeug.
Ausgestellt neben einer Schwester aus alten, aktiven Tagen, einer liebevoll rekonstruierten AN-2.
Beide Flugzeuge strahlen in altem Glanz und eigentlich ist es schade sie da so statisch zu sehen, obwohl sie das Gefühl vermitteln „komm fliegt mit uns“.
 
 
Ich denke für alle Beteiligten sprechen zu dürfen, dass wir die neue Heimat der Libelle mit einem etwas traurigen, aber guten Gefühl und nun leerem Hänger wieder in Richtung Klix verlassen haben.
Als ich im August letzten Jahres von Professor Näder mit der Aufgabe betraut wurde, eine AN 2 für seine Technikausstellung „aufzutreiben“ kam mir die Idee, mit ihm auch über die Aufstellung der Klixer Libelle in der Technikhalle zu sprechen. Für mich stellte die Technikausstellung in dieser Umgebung einen würdigen Ort dar.
Nach der Aufstellung der AN 2 Ende Dezember, haben wir dann begonnen, die Idee in die Tat umzusetzen.
Es wurde ein separater Träger in die Dachkonstruktion eingebaut und somit ein geeigneter Ausstellungsplatz für die Libelle geschaffen.
Das Wetter besserte sich und Dank Williams und Felix Hilfe sowie unter Verwendung nahezu aller Decken und Matratzen aus der Segelflughalle haben wir die Libelle am 16. März in den ASK 23 / Pirat Hänger verpackt. Eine Präzisionsarbeit im Millimeterbereich, ohne Übertreibung. Aber am Ende passte alles und war gut gesichert. Die Libelle hat den Transport ohne jeden Kratzer überstanden.
Am 23. März haben wir uns dann auf den Weg nach Duderstadt gemacht. Monika und Manfred, Andrea, Felix und ich.
 
 
Am Montag früh ging es frisch ans Werk, aufrüsten, Seile auf länge schneiden und spleißen. Wir wissen jetzt, dass man die Seile für die Querlage relativ einfach hinbekommt, das Seil für das Heck, was ja letztendlich die Fluglage darstellt, war etwas aufwendiger. Überzogen oder Sturzflug, den goldenen Mittelweg zu finden war eine kleine Sisyphusarbeit. Doch wir haben es locker genommen und es als Spleiß Training angesehen.
Gutes altes Handwerk bietet eben auch einen gewissen Spaßfaktor.
Der große Moment war da, die Fluglage stimmte und… wir mussten feststellen, dass der Gabelstapler die Libelle nicht auf die entsprechende Höhe bringen konnte, da er oben an die Decke anstieß.

Mann… so kurz vor dem Ziel!
Also eine Kette zwischen zwei Schäkel und wieder hinauf. Ich kann sagen, dass es ein recht unangenehmes Gefühl ist, in 5 m Höhe auf einer Gabel eines Staplers zu sitzen, welcher vor und zurück fährt, sich hebt und senkt und dann da oben noch Schäkel zu verschrauben.
Egal, der der Flieger musste da hoch. Wenn auch nur provisorisch, den die auf die schnelle aufgetriebene Kette, war nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber die Libelle unten stehen lassen, ging ja auch nicht.
Also hängt sie zunächst an der Kette, bis ich demnächst wieder in Duderstadt bin und die Libelle an einem inzwischen schön gespleißten Seil der richtigen Länge anhängen werde. Natürlich auch an Windenseil, was in Klix gute Dienste versah.
 
 
Wir haben die Libelle mit 2 Klixer Aufklebern versehen, sowie im Kabinenbereich eine Hommage an Didi und Rolf angebracht. Das war uns doch sehr wichtig.
In detektivischer Kleinarbeit wurde inzwischen das Kennzeichen DM – 2573 ermittelt.
Bei nächster Gelegenheit wird die Libelle wieder ihr Kennzeichen erhalten und am Seitenruder, wie früher das DDR Emblem führen.
 
 
 
 
Ich bedanke mich hier nochmals bei allen Beteiligten für die Unterstützung und Geduld.
Also träume schön Libelle, von alten Tagen, schönen Flügen, Kumuluswolken, manchmal schwacher und manchmal starker Thermik.
Ich verspreche Dir, ab und zu vorbeizuschauen und nach dem Rechten zu sehen.

Henry Wagner
15.04.2014



Frühlingsbericht

von Tommy
06.03.2014
Es kribbelt in den Händen und man spürt die Nervosität und Sehnsucht unter den Vereinsmitgliedern nach ihrem geliebtem Hobby.
Sonne und ungewöhnlich hohe Temperaturen dominierten unsere Wintersaison und laden Tag für Tag zum Saisonstart ein. Die Winterruhe hat nun bald ein Ende. Die Segelflugzeuge möchten aus den Anhängern und aus der Halle, um endlich wieder vielen Piloten zahlreiche, leise Streckenkilometer zu ermöglichen. Der Falke möchte unseren Motorseglerpiloten wieder gemütliche Stunden in der Luft bescheren und die Wilga (unser Motor- und Schleppflugzeug) wartet wieder, voller Sehnsucht, auf zahlreiche Schlepps in die sagenhafte Thermik rund um unseren Flugplatz Klix.
 
 
Jedes Wochenende in der Wintersaison 2013/2014 herrschte großer Andrang und Betrieb auf dem Gelände des Aero Team Klix. Alle sind fleißig und packen mit an. In der weißen Werkstatt (Segelflugzeug-Werkstatt) ist kaum Platz zum Laufen, weil alle Projektverantwortlichen mit der Flugzeugwinterwartung fertig werden wollen. Ab April soll wieder geflogen werden. Es wird geschraubt, gewaschen, geharzt, gemalt und poliert, was das Zeug hält. Die Flugzeuge werden verarztet an den Stellen, wo es notwendig ist und wieder rundum fit und sauber gemacht. Ein reiner Schönheitsschlaf reicht bei den meisten Flugzeugen nicht, denn es gilt Checklisten für die Wartung eines jeden Segelflugzeuges abzuarbeiten, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit für die neue Flugsaison zu gewährleisten. Auch in der schwarzen Werkstatt, wo man schnell mal schmutzig wird (Fahrzeug-Werkstatt), wird hart gearbeitet. Unsere Seilwinde, die Seilfahrzeuge, sowie der kleine, rote Traktor, der liebevoll „Rumäne“ genannt wird, haben im letzten Jahr viel geleistet und brauchten ihre Winterruhe und Pflege, sowie viel Öl, damit alles wieder wie geschmiert läuft.
 
 
 
Nicht zu unterschätzen ist die Arbeit der Haus & Hof Gruppe, die sich wie der Name schon verrät, mit allen Angelegenheiten und Problemen rund um Gebäude und Grundstück beschäftigen. Es wird geschachtet, gebaggert und wenn es mal notwendig ist, großes Gerät aufgetan, um z.B. neue Rohre zu verlegen oder Elektrik zu erneuern. Oft werden diese Arbeiten übersehen, doch ohne die fleißigen Bienen der Haus & Hof Gruppe würden wir auch nicht fliegen können, denn ein gepflegter Flugplatz mit Wasser, Elektrizität und Wärme ist Grundlage für den Flugbetrieb und die Wartung der Flugzeuge und der Technik in der Wintersaison. Außerdem wollen wir doch einen guten Eindruck hinterlassen, wenn vom 25.04.2014 bis 03.05.2014 wieder internationaler Besuch zum „22nd International Gliding Cup - KLIX 2014“ kommt. Vieles steht und fällt mit der Arbeit aller Mitglieder in der Wintersaison.
Doch jetzt freuen wir uns auf einen guten Saisonstart im April, sowie auf eine erfolgreiche Saison mit zahlreich geflogenen Kilometern.
 
 
 

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Fliegerjahr 2014!

Auf ein gesundes Wiedersehen in Klix!
 
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Letzte Aktualisierung: 09.10.2017