Ein aero-"jugend"-team beim Lüsse Cup 2014 vom 07.06.-14.06.2014

Berichte aus Helfersicht von Dennis

06.06. Anreise

Im Andenken an 2013 haben wir uns wieder dazu entschlossen einen unserer Junioren in Lüsse einzuweisen. Diesmal fiel die Wahl auf Max, der dann auch zielgerichtet mit unserer AT am 06.06. zum „Lüssesprung“ ansetzte und per Luftpost anreiste.
 
Der Zweite im Team fuhr derweil mit gesponsertem, vollgepacktem "Müller"-Bus und Anhänger die etwas längere und Umweg behaftete, straßengebundene Route. Schließlich traf man sich wohlbehalten gegen 18:00 Uhr in Lüsse. Der Aufbau des Zeltlagers und das Anbinden des Fliegers ließen nicht lange auf sich warten:
Das Basislager
 
 
Ungleiche Nachbarn: rechts unsere DG 300, links eine eta.
 
 
Zum Abschluss ließ Max es sich nicht nehmen direkt drei Pizza’s zu bestellen, sodass der aufgestaute Hunger zunächst einmal Geschichte ward.

07.06. Der erste Wertungstag

Der Tag in Lüsse beginnt mit der Suche nach Kohlenhydraten. Der vorbildliche Wettbewerbspilot steht um 6:30 Uhr auf, um 7:00 Uhr sofort einkaufen zu fahren. Das nahegelegene Belzig bietet sich an. Nach dreimaligem Anlauf gelingt es der Crew tatsächlich einen Laden zu finden, der um 7:00 öffnet, Netto sei Dank :).
Derart gestärkt findet man sich um 9:00 Uhr zum Eröffnungsbriefing ein. Die Wettbewerbsleitung ist sehr optimistisch und verkündet Blauthermik mit Steigwerten bis 3m/s und Basis bis auf 2000m. Die Aufgabe für Max: 297,4km Racing mit Forst und Lausitzring als Wendepunkte, also Heimvorteil für das Klixer Team. (Kleine Randbemerkung: die maximale Abflughöhe für die Aufgabe wird auf 29277m MSl festgelegt, um für alle einen gelungenen Abflug zu ermöglichen. Eine interessante Wahl, wie ich finde.)
Max beim Studieren der Aufgabe…
 
 
Und am Flieger
 
 
Die Startbereitschaft wird auf 11:30 Uhr festgelegt. Der erste Start erfolgt dann tatsächlich kurz nach 12:00 Uhr, während der letzte Teilnehmer sein Flugzeug etwa 12:40 Uhr ins Grid stellt. Alles etwas legerer als gewohnt^^. Um 13:45 Uhr sind alle drei Klassen (Offen, 18m, Club/Standard), alles in allem etwa 30 Flugzeuge, in der Luft. Man beachte, dass ein Drittel der Flugzeuge Eigenstarter sind und der Rest mit Winde geschleppt wird. Bis auf eine ASK 21, die noch einen zweiten Start braucht, bleiben alle Flugzeuge sofort hängen. Die Abfluglinie für Max wird 14:05 freigegeben. Viel Erfolg beim ersten Wettbewerbstag!
Hier die DG 300 im Starterfeld hinter einer ASK 21 und einem Twin Astir, die beide in der gleichen Klasse fliegen.
 
 
17:00 Uhr Die ersten Segler der Offenen Klasse fegen nach Umrundung Ihrer 410km Strecke über den Platz. Max hat noch reichlich anderthalb Stunden bis zum prognostizierten Thermikende.
17:30 Uhr Der erste Anhänger kommt mit einer ASK 21 beladen zurück.
18:45 Uhr prognostiziertes Thermikende und noch keine Nachricht von Max.
19:30 Uhr Max ruft an. Er steht mit der DG 300 5km vor Lüsse auf einem Maisfeld. Gespann gesattelt und um 20:15 Uhr ist die AT in Sicht (persönliche Anmerkung: ein sehr schönes gut erreichbares Feld, für die erste Außenlandung alle Achtung!):
Das besagte Maisfeld :)
 
 
Um 21:00 Uhr sind wir wieder auf dem Platz und rüsten die AT gleich wieder auf. Max bringt seinen Flug in die Wertung während gleichzeitig der Hänger wieder vorbereitet und sämtliche Elektrik versorgt wird. Kurz darauf kommt Max aus der Auswertung mit einem breiten Grinsen zurück. Wer wissen möchte warum schaut hier ;-)
Wir sind mit dem ersten Wertungstag mehr als zufrieden und freuen uns auf das morgige Briefing, diesmal um zehn.

08.06. Der zweite Wertungstag

5:30 Uhr, draußen brennt schon das Licht. Warum bin ich eigentlich schon wach, der Wecker steht auf 7:30 Uhr…..grrhhh
7:15 Uhr, Problem erkannt, die Temperatur steigt in alarmierendem Tempo. Die Zelte werden fluchtartig verlassen und man trifft sich zur Frühstücksbesprechung. Es kommt rasch zur Beschlussfassung: um 7:30 Uhr gibt Max Order, den Tisch in den Schatten des Müllerbusses zu verlegen. Das Thermometer zeigt bereits 19°C.
 
 
"Müller"-Bus im vielseitigen Einsatz :)
 
 
 
 
8:30 Uhr, die AT bekommt Ihre verdiente Reinigung und wird auf den nächsten Flug vorbereitet. Bereits jetzt freut man sich darüber, beim Fahrwerkreinigen in einer, zunächst unerkannten Pfütze gelegen zu haben. Das Thermometer steuert auf 25°C zu.
Zum Briefing wird Max als Tagessieger Clubklasse des gestrigen Tages und für zähes Aushalten (Landung 19:30 Uhr!!!) besonders hervorgehoben. Das Wetter ist beständig und sagt das gleiche wie gestern: gute bis sehr gute Blauthermik mit Arbeitshöhen um 2000m, allerdings bei 33°C am Boden. Da der Beamer plötzlich einen Gelbstich entwickelt (muss wohl aus China sein?!), konnte man auf dem Satellitenbild außer einer Störung im Nordwesten, die uns aber nicht beeinflussen soll, nichts erkennen (wenigstens die konnte man sehen) :).
In Anbetracht der gestrigen Clubklasse „Außenlande-/Abbrecherquote“, die immerhin 100% erreichte, entschließt sich die Wettbewerbsleitung bei quasi identischer Wetterlage die Aufgaben deutlich zu verkürzen: 237km Racing über Ziesar, Kleinkrausnik und Brand. Startbereitschaft wird auf 12:00 Uhr gesetzt.
11:30 Uhr, Die AT steht im Grid bei 32°C.
Das aero-"jugend"-team KLIX (Ø20Jahre).
 
 
12.15 Uhr, Der Thermikschnüffler fällt 5min nach der Meldung:. „ Jo ich hab hier 1,7 Meter“ auf einmal vom Himmel und veranlasst die Wettbewerbsleitung zum Verkürzen der Aufgabe: 180km Racing über Kleinkrausnik und Brand heißt es jetzt für Max.
13:10 Uhr, Max ist in der Luft. Das Grid ist diesmal innerhalb einer Stunde oben und kommt aus der Winde gut weg. Wir (ja, auch ein nicht näher genanntes Vorstandsmitglied auf Besuchstour ;-)) drücken die Daumen.
Start zum zweiten Wertungsflug.
 
 
14:00 Uhr, der erste Clubklasse Pilot bricht die Tagesaufgabe wegen „Hirnüberhitzung“ ab. Es bleibt weiter spannend. Das Wetter ist insofern optimistischer, da heute keine störenden, massiven Cirrusfelder die ohnehin anspruchsvollen Thermikbedingungen beeinflussen.
17:30 Uhr, die ersten Clubklasse Maschinen trudeln in Lüsse ein.
17:45 Uhr, Max rollt nach geschlossener Aufgabe in Lüsse aus. Glückwunsch zur ersten beendeten Wettbewerbsaufgabe!:
Max nach seiner ersten vollständig umrundeten Wettbewerbsaufgabe
 
 
19:30 Uhr, nachdem wir diesmal nicht rüsten müssen, verbringen wir den restlichen Abend in Belzig, aus Tradition beim Italiener. Das Essen wird dabei extern gesponsort^^ Danke dafür :).

09.06. Der 3. Tag

Nachdem wir gestern wieder festgestellt haben, dass hier alles ein paar Gänge ruhiger abläuft, klingelt der Wecker erst um 8:00 Uhr. Da die Brötchenvorräte ungeplanterweise breits aufgebraucht sind, wird umgehend die nächste Tankstelle angesteuert (die Kekse mit Butter zu beschmieren ist uns dann doch zu blöd) um Nachschub zu organisieren ;-)
Zurück bemerkt beim Frühstück keiner, wie sich in Windeseile eine große Wolkenwand näher schiebt. Mit der ersten Böenwalze, die sich natürlich sofort in der Pavillion-Wand verfängt…..bleibt uns nix anderes übrig als die nächste halbe Stunde unsere Überdachung festzuhalten. Selbst das, unter großen Verrenkungen durchgeführte, Einholen der Wand und die Nutzung des Müllerbusses als Windschild beeindrucken die Winde, die weiterhin versuchen unseren Pavillion zu mopsen, nicht im geringsten:
Der Übeltäter nach seinem Durchzug, irgendwie toll anzusehen aber auch ganz schön lästig…
 
 
Dafür gabs direkt nach dem Frontenrest noch einen schönen Anblick als Entschädigung :)
 
 
Zum Briefing um zehn bessert sich die Laune sofort als bekannt wird, dass Max weiterhin die Clubklasse anführt. Das Wetter wird ähnlich wie gestern angekündigt: Nur noch mäßige Blauthermik mit geringer Chance auf ein paar flache Cumuli und Höhen bis 2000m. Die Aufgabe für Max: 147km Racing über Jüterborg und Brand. Startbereitschaft 12:30 Uhr.
12:30 Uhr, Drei Flugzeuge, darunter die AT stehen im Grid…zum Glück merkt man die 32°C heute nicht so stark, da wir rund 10kn Wind haben.
13:30 Uhr, Die Thermikschnüffler werden losgelassen: eine Standard Libelle und die eta sollen vorrauskundschaften. Die Libelle bleibt zunächst wegen Funkausfall am Boden. Am Himmel sind immer wieder kleine Kondensfetzen zu sehen, denen es aber an der Power zum Wolkenbilden zu mangeln scheint und die so gleich wieder zerfallen.
Gegen 14:15 Uhr startet schließlich die Libelle doch kurz nach der eta und meldet 0,8 Meter integriert in 500 Metern Höhe. Die eta sucht inzwischen weiter und fliegt in etwa 800 Metern nach Norden ab. 5min. später steht die Libelle wieder am Start und die eta schert in 300m wieder in die Platzrunde ein….
14:40 Uhr, die B Aufgabe wird aktiviert (gleiche Strecke als AAT) und die Libelle wird ein zweites Mal nach oben geschickt, während die eta immernoch um den Windsack kurvt. Die Libelle findet wieder keinen brauchbaren Anschluss und steht nach knapp 10 Minuten unten. Da entscheidet sich die Wettbewerbsleitung den Tag zu neutralisieren.
15:00 Uhr, trotz Neutralisation wagt Max einen Start und kann sich immerhin obenhalten und etwas steigen. Am Ende reicht es heute für 2h Flugzeit im Platzbereich bei Steigwerten von kaum mehr als einem Meter und max. 1100 Meter Höhe.
Bei diesem Wetter ist selbst die eta überfordert und lässt sich lieber fürs Nachtleben einkleiden und mit neuen Ohranhängern ausstatten ;-)
 
 
19:20 Uhr, zum Tagesabschluss wird heute mal der eigene Grill angeworfen und der Abend mit Steaks genossen. Dabei wird von der Crew ein sonderbarer Tieffahrer beobachtet der wohl auf Sightseeing Tour ist:
Ein Tieffahrer wie er im Buch steht. Kurz darauf war der Ballon noch etwas tiefer und schien ohne Korb über dem Wald zu fahren, sieht man auch nicht alle Tage.
 
 
Alles in allem schade, dass das Wetter sich doch nicht wie vorrausgesagt entwickelt hat. Aber es ist ja auch erst der dritte Tag. Gute Nacht und bis Morgen.

10.06. Der 4. Tag

3:30 Uhr, draußen scheppert es in nicht allzu großer Entfernung und das Zelt entwickelt eine beachtliche Schräglage. Anlass genug um vorzeitig aufzustehen und sämtliche Verankerungen zu überprüfen. Die Zelle zieht jedoch vorbei und wir können noch mal ne Runde wegdösen.

Nachdem diesmal vor dem Briefing alles fast schon routinemäßig abläuft (bei dem Netto sind wir mittlerweile Stammkunden), macht uns die Wettbewerbsleitung zunächst Hoffnungen für den heutigen Tag. Es wird die berühmte, mäßige Blauthermik mit Neigung zur Überentwicklung angekündigt^^, was zu Glauben selbst den Verkündern sichtlich schwerfällt. Weiterhin wird versichert, dass die Wolkenfelder, die noch über dem Platz hängen, bis zum Mittag „weggebrannt“ sind und es trocken bleibt. Eine Störung die westlich liegt, soll im Norden vorbeiziehen:
Die Lage zum Briefing, mit vorrausgesagter Zugrichtung des Wolkenfeldes.
 
 
Die Tagesaufgabe: 138km Racing über den niederen Fläming nach Groß Ziescht und zurück. Startbereitschaft wird auf 12:30 Uhr festgelegt, mit der Randbemerkung vor 13.00 Uhr wird man wahrscheinlich eh nicht starten also reicht es kurz vor eins dazustehen….

11:30 Uhr, der Himmel ist immernoch zu 8/8 bedeckt und im Norden sieht es verdächtig düster aus. Trotzdem wird die Halle aufgeschoben und die erste ASW22 von der Decke abgeseilt.
11:40 Uhr, Im Norden blitzt es und wir bekommen den Ausläufer einer Gewitterzelle ab, die uns wieder ordentlich durchbläst und auch eine leichte Dusche mitbringt.
12:30 Uhr, nachdem die Zelle durch ist kommt im Eiltempo der eta Pilot auf den Platz gerast um seine nicht verankerte Maschine abzurüsten. Gleichzeitig neutralisiert der Wettbewerbsleiter den heutigen Tag.
14:00 Uhr, endlich kann man die Tendenz zum Blauen am Himmel erkennen und die Gewitter sind abgezogen. Da für die Nacht oder den morgigen Tag ein Kaltfrontdurchgang angekündigt ist, rüsten wir die AT bei der Gelegenheit lieber ab.
16:00 Uhr, Nachdem Max nach Hause aufgebrochen ist, um morgen seine Abi Noten zu erfahren und die Sonne wieder mit voller Intensität herunterprasselt, fragt sich der Helfer natürlich, wie er mit der Situation umgeht. Der Thermograph ist bei 36°C angelangt und es ist windstill. Klare Entscheidung: Fahrtwind muss her. Also wird der Drahtesel, Marke Diamant, gesattelt und die nähere Umgebung aufgeklärt. Dabei wurden so einige interessante Details entdeckt, von denen hier einige aufgeführt werden sollen:
Sogar die sonst so eisern dastehenden Warnschilder scheinen bei der Hitze einzuknicken ;-), kurios
 
 
Hier hat wohl jemand seiner Gastfreundschaft besonderen Ausdruck verleihen wollen….., oder die Bausubstanz aufwerten? ;-) Man weiß es nicht.
 
 
Genau. Da war ich. Wer erkennt das Problem? Nixdorf im Landkreis Vakuum wars jedenfalls nicht…..
 
 
20:00 Uhr, nachdem der Aufklärungritt abgeschlossen ist, wird gemeinsam mit dem FCC Lüsse diniert und der restliche Abend mit Fachsimpelei über SZD - Fluggerät (einer hat sogar schonmal in nem Bocian gesessen und einen Nachtstart gemacht, o_o) beendet

11.06. Der 5.Tag

7:30 Uhr, ein einsamer Wecker versucht mittels lautstark abgespieltem „Erzherzog Albrecht Marsch“ auf dem Campingplatz um Aufmerksamkeit zu ringen, vergeblich.
8:30 Uhr, die Wand des Helferzeltes wird hochgeworfen und beim Anbick der Gewitterzelle im Westen gleich wieder zugezogen….Nein es wird natürlich aufgestanden und der Abbau des Pavillions in Angriff genommen sowie sämtlicher Krempel in Sicherheit gebracht.
Zum Briefing wird diesmal nix schöngeredet und auf das anziehende Unwetter hingewiesen. Die Tagesaufgabe wird aber trotzdem ausgegeben: „Macht doch was ihr wollt und seid morgen um die gleiche Zeit wieder da.“
11:00 Uhr, die Front erreicht den Platz und veranstaltet ein Lightshow vom Feinsten. Sehr nett ist auch die Tatsache, dass die angekündigte Bombardierung durch Eisstreubomben ausbleibt.
Alles grau in grau….
 
 
13.00 Uhr, der gewittrige Bereich ist durch und es regnet nur noch. Die Zelte stehen weiterhin da, wieder mal Schwein gehabt. J Beruhigt durch die relativ geruhsame Kaltfront lässt sich der restliche Nachmittag mit dem Plündern der mitgeschleiften Bibliothek gemütlich an.
17:00 Uhr, die Rückseite ist da und bringt sofort Cumulanten in 200m mit… Ein schönes Zeichen für morgen.
 
Bei der Besichtigung der Campingörtlichkeiten nach dem Regen fiel eine Sache besonders ins Auge. Wahrscheinlich bahnt sich durch diese Entdeckung eine Revolution im Barbecue Sektor an:
Schwimmende Grillkohle, „Pontonkohle“, ich bin schon gespannt wie die wohl funktioniert….
 
 
19:00 Uhr, nachdem der Pavillion wieder an seinem angestammten Platz Einzug gehalten hat und das HQ wieder einsatzbereit ist, wird gleich noch der Anhänger mit dem Wasserschlauch bearbeitet. Außerdem ist das Team jetzt auch wieder komplett und freut sich auf den für morgen angekündigten Großkampftag.

12.06. Der 6.Tag

1986, 7:45 Uhr, Bad Belzig. Der Konsum hat soeben frische Bananen aus Kuba angeliefert bekommen. Sofort bildet sich eine kolossale Schlange vor dem Geschäft. Jeder möchte unbedingt als erster an die exotische Ware.
Moment, falscher Film. Trotzdem steht eine Riesenschlange vor dem Aldi, der natürlich erst um 8:00 Uhr öffnet. Der Netto steht nur 500m weiter….???
9:00 Uhr, die AT wird aufgerüstet und auf den heutigen Tag vorbereitet.
Zum Briefing sind nach der Wettervorhersage sofort breitgrinsende Gesichter in Mode. Mäßige bis gute Wolkenthermik, Arbeitshöhen zwischen 1500 und 1700m, bei geringer Tendenz zum Breitlaufen, sind angekündigt. Der Wind aus norwestlichen Richtungen mit 8-10 kn und Temperaturen bis „nur“ 24°C sind beinahe ungewohnt kalt. Die Tagesaufgaben: 400 bzw. 475km Berlinumrundung für 18m und Offene Klasse. 302 km Racing über Cottbus und Eisenhüttenstatt für Max. Ein Pilot der Offenen Klasse fragt an ob der Berliner Luftraum komplett offen ist. Da dies aus unerfindlichen Gründen entgegen aller Wahrscheinlichkeit verneint wird, tritt der Reserveplan in Kraft: Mann vergewissert sich, dass der Transponder auch eingebaut ist, damit kann man ja reinfliegen ;-) .
Startbereitschaft diesmal 11:00 Uhr, wir könnens kaum glauben und sind immer noch zu schnell fertig.
Auf modern getrimmter SKP des FCC
 
 
Der „Schirmherr“ des Wettbewerbs in voller Aktion, bei seinem Piloten 
 
 
11:35 Uhr, der Startbetrieb beginnt mit einer Startunterbrechung und einem ausgehaktem „Plumpsvorseil“ bei der ASK 21. Trotz imposanter Versuche in der Endanflugkurve aus 100m einen Bart auszurühren, braucht die Besatzung einen Wiederstart.
12:00 Uhr, Max ist gestartet und kommt gut aus der Winde, direkt in den Pulk, weg.
12:20 Uhr, Eine Thermikböe lasst beim Start des Speed Astirs die rote Sollbruchstelle reißen....
Die Optik in Richtung Cottbus gegen 11:30 Uhr
 
 
12:45 Uhr, Abflugfreigabe für die Clubklasse. Über Funk ist zu hören wie Max die vorgenomme, Böhmersche „Später Losflieg und Einhol“-Taktik aufgibt und sich stattdessen mit der zweiten DG 300 (PI) und der LS 1f (EF) auf einen Teamflug einläst. In jedem Fall sind wieder beide Daumen gedrückt.
16:00 Uhr, am Himmel stehen 3/8 flache Cu, selbst unter gelegentlich drüberliegenden Cirrusfeldern sind Wolken vorhanden. Trotzdem kommen der Speed Astir und die ASK 21Mi nach abgebrochener Aufgabe zur Landung.
17:30 Uhr, noch keine Neuigkeiten von Max. Am Himmel über Lüsse stehen jetzt störungsfreie, aufgereihte 4-5/8 Cu ohne sichtbare Ausbreitungstendenz.
17:45 Uhr, Der Anhänger für PI rollt vom Hof…., gleichzeitig kommen die ersten Berlinumrunder zurück.
17:52 Uhr, Max ruft an. Er steht wieder im Maisfeld, diesmal bei Baruth (Mark).
19:50 Uhr, Max ist in Sicht:
Wieder ein schöner Maisacker , der Bauer war diesmal allerdings geizig und wollte die Versicherungsdaten haben….
 
 
21:20 Uhr, Der „Müller – Bus“ verlangt lautstark nach dem Tankrüssel (erfahrene Reichweite 1000km ), also die nächste Tanke angesteuert. Jetzt wissen wir auch was der Unterschied zwischen LKW und PKW Diesel ist: Ich hab mich die ganze Zeit gewundert, warum die Tankpistole nicht so richtig in den Stutzen passte…., ist zum Glück der einzige Unterschied ;-)
21:30 Uhr, die Crew ist zurück am Platz und nimmt die Einladung zum Grillen gerne an.
22:30 Uhr, die Wertung ist da und Max ist leidlich zufrieden. 5. Platz für heute, 2. Gesamt:
(Für alle die so fleißig bis hierhin gelesen haben, jetzt aber zu faul sind um nochmal hochzuscrollen, gibt’s hier nochmal die Links) 
www.strepla.de
www.onlinecontest.org

13.06. Der 7. Tag

6:00 Uhr, Schlagzeile des DWD für Brandenburg: geringe Thermik, durch Abschirmung gestört
7:00 Uhr, Schlagzeile des DWD für Brandenburg: Korrektur – keine nutzbare Thermik…….
Da heute ja ein so ausgezeichneter Tag zum Fliegen ist, wird das Briefing vorsichtshalber auf 9:00 Uhr vorverlegt. Das Wettbewerbsgebiet liegt unter einer wenig wirksamen Kaltfront, die in keiner Karte zu finden ist, aber uns den Tag mit abschirmender Bewölkung und Regen versauert. Der Wettbewerbsleiter neutralisiert den Tag und ergreift umgehend die Flucht. Abreise des selbigen erfolgt noch vor 10:00 Uhr. Währenddessen versucht der Stellvertretender den guten Willen der Wettbewerbsteilnehmer zu beschwören: das Wetter wird morgen auch nicht. Sonntag werde es aber exzellente Bedingungen für Heimflüge geben (Wolkenthermik und Wind aus Nord), Zufall?? ;-)

9:30 Uhr, die AT wird „ausgemaist“ und auf Grund der düsteren Wetteraussicht bereits abfahrfertig gemacht.
11:00 Uhr, Verschnaufpause. Eine einsame ASK 21 Mi dreht Schulungsplatzrunden und scheucht uns ständig aus dem Nickerchen hoch.
13:00 Uhr, Es fängt an zu regnen und die 21 - Besatzung erbarmt sich den Flugbetrieb einzustellen. Wenigstens wird so nochmal die Halle aufgeschoben und für Fotos freigeben:
So große Tore sind schon ne feine Sache, Hallenkuller sucht man hier vergeblich. (es ist übrigens nur halb auf)
 
 
Falls sich jemand gefragt hat warum man hier die Flugzeuge abseilt…, Ihr wisst was ich meine :-)
 
 
16:30 Uhr, Katastrophe: das Internet ist „kaputt.“ Alles weicht aufs Smartphone aus. Das EDGE Netz glüht…..
17:00 Uhr, die Rückseite ist da. Sofort wird spekuliert, ob man nicht noch mal schnell 200km aufschreiben solle. Angesichts der Basishöhen und 50 km/h Wind in 500m wird der Gedanke aber umgehend stranguliert.
Der Ausblick um 17:30 Uhr, über die Lepporückfahrstrecke, die übrigens 1800m lang ist :-)
 
 
Damit wir nicht aus der Übung kommen, wird heute wieder gegrillt. Vorher muss aber noch eingekauft werden. Diesmal zur besten Zeit: 19:50 Uhr kommt der Bus vorm Netto zum stehen und belegt drei Parkplätze auf einmal. Die letzten zwei Brötchen werden eingesackt und eine gefühlte Tonne Knoblauchbaguettes erstanden. So ausgerüstet klingt der Tag gemütlich in geselliger Runde aus….
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Letzte Aktualisierung: 17.05.2017